Teckel – klein, aber „ganze Kerle“!
Teckel gibt es in drei Größen und drei Haararten:
Größen:
Standardteckel · Zwergteckel · Kaninchenteckel
Haararten:
Rauhaar · Langhaar · Kurzhaar
Teckel sind klein – aber „ganze Kerle“! Sie sind nicht nur beliebte Familienhunde, sondern auch intelligente, temperamentvolle und ausgesprochen lernfähige Begleiter. Gleichzeitig sind sie leistungsstarke Jagdhunde, die bis heute erfolgreich jagdlich eingesetzt werden.
Ihre geringe Größe macht sie insbesondere für die Bauarbeit geeignet. Doch ihre Fähigkeiten reichen weit darüber hinaus: Teckel können beispielsweise auch sehr erfolgreich auf der Schweißfährte gearbeitet werden.
Für unsere Welpen ist es mir deshalb besonders wichtig, dass sie nicht nur in ein liebevolles Zuhause vermittelt werden, sondern dort auch ihren angeborenen Anlagen entsprechend gefördert und sinnvoll beschäftigt werden.
Gemeinsam aktiv mit dem Teckel
Ich bin überzeugt davon, dass Teckel Aufgaben brauchen. Spaziergänge gehören selbstverständlich zum Alltag, allein würden sie meine Hunde jedoch nicht ausreichend auslasten.
Besonders die gemeinsame Arbeit fördert die Bindung zwischen Hund und Mensch. Ein Teckel freut sich, wenn er eine Aufgabe erfolgreich gelöst hat – die positive Bestätigung ist dabei gleichzeitig Ansporn, die nächste Herausforderung zu meistern.
Durch diese gemeinsame Arbeit können Hunde ihre Fähigkeiten entwickeln, an neuen Aufgaben wachsen und Selbstvertrauen gewinnen. Genau das fasziniert mich an der Ausbildung meiner Teckel immer wieder aufs Neue.
Die Begleithundeausbildung hat mir dabei geholfen, die unterschiedlichen Talente meiner Hunde zu erkennen. Aus dieser Erfahrung heraus entstand auch mein Wunsch, meine Teckel entsprechend ihren Anlagen weiter auszubilden und ihnen zusätzliche Aufgaben zu geben.
Meine Ausbildung und mein Engagement im DTK
Ich empfehle jedem Teckelhalter die Mitgliedschaft im Deutschen Teckelklub 1888 e.V. (DTK 1888). Dort findet man kompetente Ansprechpartner rund um den Teckel sowie vielfältige Möglichkeiten, seinen Hund sinnvoll zu beschäftigen und auszubilden.
Mit dem Beitritt zum DTK 1888 schließt man sich einer Sektion bzw. einem entsprechenden Verein an. Der DTK gibt außerdem regelmäßig seine Verbandszeitschrift „Dachshund“ heraus.
Ich selbst bin Mitglied in der Sektion Neckar-Enz im Landesverband DWH unter dem Vorsitz von Wolfgang Smyrek. Der Landesverband ist sehr aktiv und bietet zahlreiche Veranstaltungen und Ausbildungsmöglichkeiten an. Dazu gehören unter anderem Begleithundeprüfungen und erschwerte Begleithundeprüfungen (BHP/BHPS), jagdliche Prüfungen, Zuchtschauen und Ausstellungen.
2023 habe ich bei Steffi Smyrek, DTK-Bundesobfrau für Begleithundewesen, eine BHP-Ausbilderschulung absolviert, um das Trainerteam unseres Vereins unterstützen zu können. Dazu gehören auch regelmäßige Fortbildungen und Workshops, natürlich auch im Kontext der Zucht.
Unsere Hunde in der Ausbildung
Mit allen meinen Teckeln habe ich Begleithundeprüfungen absolviert.
Mit unserer Seniorin Pauline legte ich noch vor meiner DTK-Mitgliedschaft die VDH-BH ab. Mit Tilly absolvierte ich die BHP-G und die BHPS-G, mit Lotti die BHP, die unter anderem eine Voraussetzung für die Zuchtzulassung ist. Mit Alba ebenfalls die BHPG sowie die jagdliche Brauchbarkeit.
Weitere Prüfungen sind geplant. Meine Hunde haben dabei immer wieder gezeigt, wie viel Freude ihnen die gemeinsame Arbeit bereitet.
Auch sportlich waren sie erfolgreich: Pauline belegte 2018 den dritten Platz bei einem Hunderennen in Schweighofen, Tilly gewann 2023 das Dackelrennen in Römerberg.
Von der Begleithundeausbildung zur Jagd
Die Arbeit mit meinen Teckeln hat mir gezeigt, wie unterschiedlich ihre Talente und Interessen sein können. Letztendlich war es auch diese Erfahrung, die mich dazu bewogen hat, selbst eine jagdliche Ausbildung bei der Jägervereinigung Stuttgart zu absolvieren.
Mein Ziel ist es, meine Hunde entsprechend ihren Anlagen jagdlich auszubilden. So hat Alba bereits gezeigt, welches Potenzial in einem Teckel steckt: Sie hat im Alter von nur 15 Monaten erfolgreich die Prüfung zur jagdlichen Brauchbarkeit und die BHPG abgelegt.
Für mich bedeutet Ausbildung nicht, den Hund zu etwas zu zwingen. Vielmehr möchte ich seine natürlichen Fähigkeiten erkennen, fördern und gemeinsam mit ihm weiterentwickeln.
Erziehung und Sozialisation
Eine gute Erziehung und eine umfassende Sozialisation erleichtern nicht nur den Alltag – sie können im entscheidenden Moment sogar Leben retten.
Ein gutes Beispiel ist das zuverlässige Abrufen mit anschließendem Stopp. Ein Hund, der gelernt hat, auch unter Ablenkung auf seinen Menschen zu reagieren und ein Signal zuverlässig auszuführen, kann dadurch in einer gefährlichen Situation geschützt werden.
Deshalb beginnt verantwortungsvolle Erziehung für mich bereits im Welpenalter.
Junge Hunde sollten Schritt für Schritt die unterschiedlichsten Menschen, Hunde, Geräusche, Untergründe, Situationen und Umweltreize kennenlernen. Sie sollen dabei lernen, ihrer Umwelt vertrauensvoll und möglichst angstfrei zu begegnen.
Ein gut sozialisierter Teckel soll selbstbewusst durchs Leben gehen, ohne dabei seine natürlichen Eigenschaften zu verlieren.
Unsere Vorstellung von artgerechter Beschäftigung
Nicht jeder Teckel muss jagdlich geführt werden. Es gibt viele andere Möglichkeiten, seine natürlichen Anlagen sinnvoll einzusetzen.
Neben Spaziergängen bieten sich beispielsweise Fährtenarbeit, Apportieren, Begleithundeausbildung oder Mantrailing an. Entscheidend ist für mich nicht, welche Beschäftigung gewählt wird, sondern dass sie zum jeweiligen Hund passt und ihm Freude bereitet.
Denn ein Teckel möchte nicht einfach nur dabei sein – er möchte etwas tun.
Und genau darin liegt für mich ein großer Teil des Reizes dieser wunderbaren Rasse.